Virtuelles Datenschutzbüro
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Datenschutz-Mailinglist - häufig gestellte Fragen zu Mailinglists

Autor: Martin Rost (ld32@datenschutzzentrum.de)


Gliederung


1. Was ist eine Mailinglist?

Eine Mailinglist ist eine Technik zur Verteilung von E-Mails. Mailinglists lassen sich dabei anhand ihrer Organisationsform unterscheiden. Die Organisationsform einer Mailinglist umfasst die Zutrittsregelung neuer Mitglieder (offen zugänglich oder geschlossen bzw. Zugang nur auf Antrag), die Verteilung des Schreibrechts unter den Mitgliedern (einseitiges, mehrseitiges oder allseitiges Schreibrecht) sowie eine etwaige Begutachtung der Beiträge vor der Weiterleitung durch einen Moderator (moderiert oder unmoderiert).

Drei Organisationsformen auf Mailinglist-Basis sind typisch:

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2. Was sind typische Begriffe im Umgang mit Mailinglists?

Um Mitglied einer Mailinglist werden zu können, muss man sich in die Mailinglist einschreiben. Das Einschreiben ist bei vielen offen zugänglichen Mailinglists automatisiert, der Befehl dafür heisst subscribe. Deshalb hat sich in der Netzsprache das denglische "eine Mailinglist subscriben" durchgesetzt. Das Austragen einer E-Mail-Adresse aus einer Mailinglist geschieht mittels des Befehls "unsubscribe".

Generell gilt es darauf zu achten, zwei Adressen einer Mailinglist auseinander zu halten: Zum einen die Adresse(n), die zur Verwaltung der Mailinglist dienen und zum zweiten die Adresse, über die die Beiträge an die anderen Teilnehmer verschickt werden.

Der für den organisatorischen Ablauf zuständige Verwalter einer Mailinglist wird als Mailinglist-Owner bezeichnet. Wenn man Probleme mit der Technik (oder mit dem Verhalten einiger Teilnehmer hat, diese abder nicht direkt anschreiben mag), dann kann man sich an den Mailinglist-Owner wenden. Die Adresse des Mailinglist-Owners lässt sich meist aus der Adresse der Mailinglist ableiten, indem zwischen dem Namen der Mailinglist und dem Rest der Mailinglist-Adresse ein "_owner" eingefügt wird.

Mailinglist-Mitglieder, die nur lesend teilnehmen, obwohl sie sich auch schreibend beteiligen könnten, werden im Netzjargon als Lurker und Mitglieder, die sich aktiv beteiligen, als User oder Teilnehmer bezeichnet.

Die meisten Mailinglists geben sich eine Policy, in der zumindest das Ziel der Mailinglist und die Organisationsform ausgewiesen sind. In vielen Fällen ist eine Policy darüber hinaus mit Hinweisen zur Archivierung und zu den Verwertungsrechten an den Beiträgen angereichert sowie mit Empfehlungen zum Umgang untereinander (Netiquette) und zur Verwendung bestimmter Datenformate für die Mailinglist-Beiträge (insbesondere von Textverarbeitungen).

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3. Welche Mailinglists gibt es?

Auf die Frage zu welchen Themen es überhaupt Mailinglists gibt, kann es keine befriedigende Antwort geben, weil Newsletter und Diskussionsforen auf Mailinglist-Basis ebenso leicht von jedem PC-Besitzer mit Internet-Anschluss eingerichtet wie geschlossen werden können. Und Projektgruppen kommunizieren in der Regel nicht öffentlich, so dass externe Interessenten von deren Existenz meist gar nichts wissen. Trotzdem lohnt ein Blick in zwei Verzeichnisse, die öffentlich zugängliche Mailinglists auflisten, die sich über einen zum Teil mehrjährigen Zeitraum als stabil erwiesen haben:

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3.1. Welche Newsletter speziell zum Thema Datenschutz gibt es?

Der vom virtuellen Datenschutzbüro unterhaltene Newsletter: Newsletter anderer Institutionen:

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3.2. Welche Diskussionsforen zum Thema Datenschutz gibt es?

Die vom virtuellen Datenschutzbüro betriebenen Diskussionsforen: Diskussionsforen, in denen auch über Datenschutz-Themen debattiert wird, die aber nicht vom virtuellen Datenschutzbüro betrieben werden:

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3.3. Welche Projekt-Mailinglists zum Thema Datenschutz gibt es?

Achtung: Bei Problemen mit dem Anmelden, Abmelden oder Posten wenden Sie sich bitte per Mail an unseren Mitarbeiter Herrn Lenz (LD33 at datenschutzzentrum.de). Bitte geben Sie an, welche Liste sie abonnieren oder abbestellen möchten!

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4. Wie lauten typische Befehle typischer Mailinglistsoftware?

4.1. Mailman

Seit Ende setzt das virtuelle Datenschutzbüro Mailman (http://help.subnet.at/index.php/Mailman) als Mailinglisten-Software ein.

4.2. ezmlm

Das virtuelle Datenschutzbüro hat bis Ende 2007 den ezmlm (http:/cr.yp.to/ezmlm.html) als Mailinglist-Software eingesetzt. Und zwar deshalb, weil er sehr schnell arbeitet, insbesondere auch mit großen Datenmengen gut umgehen können soll und weil er vor allem als sicher gilt. Die Nutzung dieses Mailingslist-Servers weicht allerdings von der anderer Mailinglist-Server ab. Befehle an den Mailinglist-Server müssen beim ezmlm nicht wie sonst üblich in den Betreff oder den Textteil ("Body") der E-Mail, sondern in die E-Mailadresse geschrieben werden! Insofern sind erfahrene Mailinglist-Nutzer, denen beispielsweise der Umgang mit majordomo oder listserv vertraut ist, gehalten umzudenken (siehe das ezmlm-FAQ).

Der Eintrag in eine vom ezmlm verwalteten Mailinglist funktioniert so, dass die Zeichenkette -subscribe zwischen den Namensbestandteil der Mailinglist und der Restadresse eingefügt wird, der Inhalt der Mail und die Betreff-Zeile sind dabei irrelevant. Anschließend muss eine Nachfrage-Mail, die vom Mailinglist-Server aus Sicherheitsgründen abgeschickt wird, beantwortet werden.

Das Verlassen der Mailinglist funktioniert genau so, nur dass die Zeichenkette -unsubscribe eingefügt werden muss.

An einen Hilfetext mit einer Auflistung der angebotenen Befehle gelangt man, Sie ahnen es vermutlich schon, durch Einfügen der Zeichenkette -help in die Mailinglist-Adresse.
(Als ein Beispiel sei hingewiesen auf das Diskussionsforum Datenschutz).

Der Vollständigkeit halber sind nachfolgend auch die Verfahren von Mailinglist-Server aufgeführt, die nicht im virtuellen Datenschutzbüro eingesetzt werden, die man aber generell als Netznutzer kennen sollte, da sie im Internet weit verbreitet sind.

4.3. majordomo

Das majordomo-Mailinglist-Paket (http://www.greatcircle.com/majordomo/) ist sehr verbreitet (z.B. Bestandteil der gängigen Linuxdistributionen) und für Mailinglists bis mittlerer Größe mit durchschnittlichen Ansprüchen an den Komfort für Nutzer und Verwalter geeignet.

Das Einschreiben in eine vom majordomo verwalteten Mailinglist funktioniert wie folgt:

Das Verlassen der Mailinglist funktioniert wie folgt:

Wie gelangt man an einen Hilfetext mit einer Auflistung der angebotenen Befehle?

4.4. Listserv

Der listserv-Mailinglist-Server (http://www.lsoft.com) ist stark verbreitet insbesondere im Bereich der wissenschaftlichen Mailinglists (Übersicht Deutschland: http://www.listserv.gmd.de). Diese Software verfügt wohl über den stärksten Leistungsumfang (siehe das Manual: http://www.lsoft.com/manuals/userindex.html).

Das Einschreiben in eine vom Listserv-verwalteten Mailinglist funktioniert wie folgt:

Das Verlassen der Mailinglist funktioniert wie folgt:

Wie gelangt man an einen Hilfetext mit einer Auflistung der angebotenen Befehle?

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5. Kann ich selber eine Mailinglist einrichten? Und wenn ja, wie?

Wenn eine Mailinglist zu einem Thema, das mit Datenschutz zu tun hat, eingerichtet werden soll, dann kann die Einrichtung einer solchen Liste beim virtuellen Datenschutzbüro beantragt werden (Mail schicken an: listmaster@privacyservice.org).

Wer selbst einen Mailinglist-Server betreiben möchte, dem sei der Einsatz eines an das Internet angeschlossenen Linux-Rechners empfohlen. Jede der großen Linuxdistributionen (wie z.B. von SuSE oder Red Hat oder Debian enthält das recht einfach zu installierende majordomo-Programmpaket. Sofern als Mailtransportagent qmail eingesetzt wird, sollte stattdessen das leistungsfähigere ezmlm installiert werden.

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