Google Street View: Wie detailliert dürfen Aufnahmen sein?
Google ergänzt seine zahlreichen Dienste nun mit einem neuen Angebot. Mit Hilfe von "Street View" kann bei der Nutzung von Google Maps, dem Stadtplandienst von Google, bis auf einzelne Straßen herangezoomt werden. Das Unternehmen bietet diese Nutzungsmöglichkeit bereits für amerikanische Städte wie San Francisco, New York oder Las Vegas an. Zu einer Einführung in Deutschland gibt es keine Aussagen.
Der Nutzer von Street View kann aus dem Blickwinkel eines Fußgängers Fotos von Straßenzügen ansehen. Dabei weisen die Aufnahmen teilweise eine derart hohe Schärfe auf, dass Personen erkennbar sind, die zufällig zum Zeitpunkt der Aufnahme des Fotos vor Ort waren.
Gegenüber der New York Times gab Google an, vor der Einführung des Dienstes Behörden kontaktiert und deren Stellungnahmen mit in die Entwicklung des Angebots einbezogen zu haben. Man biete zudem die Möglichkeit, Fotos aus Gründen des Privatsphärenschutzes entfernen zu lassen. Bislang habe es nur wenige entsprechende Anfragen gegeben.
Die New York Times zitiert Kevin Bankston, Jurist bei der amerikanischen Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation. Der Dienst verdeutliche die Spannung zwischen den vom ersten amerikanischen Verfassungszusatz geschützten Recht, öffentliche Orte auf Fotos festzuhalten sowie dem Recht auf Privatsphäre.
-- M. Raguse (ULD SH)
- New York Times vom 31.5.2007: Google zooms in too close for some
- Heise Online vom 2.6.2007: Googles Geo-Dienst zeigt zu scharft Bilder
- Telepolis vom 4.6.2007: Googles penetranter panoptischer Blick
- Telepolis vom 31.5.2007: Das Auge des Riesen
- Spiegel Online vom 10.6.2007

