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17.10.2007
"Risiken und Nebenwirkungen" des neuen Reisepasses

Da ab dem 1. November bei der Ausstellung von Reisepässen auch die Abdrücke beider Zeigefinger erfasst werden sollen, erinnert der Chaos Computer Club (CCC) an die letzte Gelegenheit, noch einen Pass ohne gespeicherte Fingerabdrücke zu erhalten, so heise online.

"Nach Beginn der Speicherung des digitalen Gesichtsbildes auf einem Funkchip vor zwei Jahren wird damit das Projekt biometrische Vollerfassung der Gesamtbevölkerung fortgesetzt", so der CCC in einer Presseerklärung. Zudem sei damit zu rechnen, dass die Abdrücke von 10% der Senioren sowie von Menschen, die viel manuell arbeiten, nicht auslesbar seien. Diese Menschen würden in Zukunft einer "Diskriminierung durch verschärfte Kontrollen und lange Wartezeiten" ausgesetzt sein. Zusätzlich wurde an die Sicherheitsprobleme des verwendeten RFID-Funkchips erinnert und darauf hingewiesen, dass Diplomatenpässe wegen der "besonderen Gefährdungslage" ohne den Chip ausgeliefert werden. Solange selbst Bundeskriminalamtspräsident Jörg Ziercke seinen Pass nur in einer Abschirmhülle mitführe, seien Beteuerungen, die Daten auf dem Chip seien sicher, unglaubwürdig.

-- O. Langfeldt (ULD)


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