Wird Google Street View auch für die USA datenschutzrechtlich überarbeitet?
Nach Berichten von IDG überlegt Google, seinen Dienst auch für US-Städte zu überarbeiten. Eine Anpassung des Dienstes, mit dem sich Nutzer von Google Maps in einer Art virtuellem Spaziergang Fotos von Straßen aus der Perspektive eines Fußgängers anzeigen lassen können, ist nach Kritik von Datenschützern vorgesehen für Kanada, Australien und Europa. Dabei sollen bei der Darstellung von Städten aus diesen Ländern Gesichter und Fahrzeugkennzeichen unkenntlich gemacht werden.
In der Vergangenheit war der Dienst in die Kritik geraten, weil er zoombare Aufnahmen mit Rundumblick zu Verfügung stellt, die teilweise einzelne Personen an den fotografierten Orten zeigen, die sich dort zum Zeitpunkt der Aufnahme aufhielten. Dabei wurden Beschwerden von Personen bekannt, die ohne ihre Einwilligung in Momenten fotografiert wurden, die sie keiner weiten Öffentlichkeit präsentieren wollten.
Wie Jane Horvath, Senior Privacy Counsel bei Google, nun laut IDG auf einer Diskussion im Commonwealth Club in San Francisco mitteilte, erwägt das Unternehmen ein Unkenntlichmachen der Gesichter und Kennzeichen auch für die USA. Auch wenn nach US-Recht eine Einwilligung der in US-Städten fotografierten Personen nicht erforderlich sei, so könnten sich einige der Betroffenen dennoch unwohl fühlen, so die Erkenntnis von Horvath. Google stelle keine 'statischen' Produkte her, sondern sei immer bereit, diese zu überarbeiten, wenn sich jemand durch sie unwohl fühle und Vertrauen an den Produkten fehle, so Horvath laut IDG.
-- M. Raguse (ULD SH)
- Newsworld.com vom 30.11.2007 (englisch)
- VirDSB vom 27.11.2007: Google Street View bald auch in Australien
- VirDSB vom 15.9.2007: Kanada: Datenschützer untersuchen Google Street View
- VirDSB vom 5.6.2007: Google Street View: Wie detailliert dürfen Aufnahmen sein?

