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14.12.2007
Update: StudiVZ ändert AGB: Weitgehende Nutzung der Daten für Werbezwecke

Das soziale Netzwerk StudiVZ verschickt zur Zeit Mails mit einem Hinweis auf eine anstehende Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Nach diesen Änderungen dürfte StudiVZ alle Daten seiner Nutzer für Werbezwecke nutzen. Zudem würde das Löschen eines Accounts nicht notwendigerweise zur Löschung der betreffenden Daten führen. Dies berichten Netzpolitik.org und die Welt Online.

In den neuen AGB, denen Nutzer bis zum 9. Januar zustimmen müssen, wird StudiVZ der "Versand von E-Mails [...], SMS-Werbung an die [...] hinterlegte Mobilfunk-Rufnummer sowie von Nachrichten mit werbendem Charakter über den Nachrichtendienst von studiVZ oder einen [...] angegebenen Instant-Messenger" erlaubt. Beim Beenden der Mitgliedschaft "ist der Account des Nutzers nicht mehr zugänglich und sind die vom Nutzer in seinem Profil ("Meine Seite") gemachten Angaben über das studiVZ-Netzwerk nicht mehr einsehbar". Dies bedeutet jedoch nicht notwendigerweise, dass sie auch komplett auf den Servern von StudiVZ gelöscht werden.

"Wir wollen mit der Änderung der Geschäftsbedingungen einfacher auf die Daten der User zugreifen. So können wir besser personenbezogene Werbung verschicken", so Marcus Rieke, Geschäftsführer von StudiVZ gegenüber Welt Online. Darüber, wie dies genau aussehen soll, sind zur Zeit keine Informationen verfügbar.

Update:
Nach dem heftigen Echo hat StudiVZ eine überarbeite Version der neuen AGB versendet, in denen Werbung per SMS oder Instant-Messaging-Programmen an hinterlegte Nummer nicht mehr erlaubt wird. Zudem wurde der Absatz bezüglich des Beendens von Mitgliedschaften so geändert, dass klar ist, dass bei einer Abmeldung die vorhandenen Daten gelöscht werden. Eine andere Regelung wäre rechtlich auch nicht möglich gewesen, da nach §6 (1) Bundesdatenschutzgesetz immer ein Recht auf Löschung in solchen Fällen gewährt, das auch durch Verträge nicht ausgeschlossen werden kann. StudiVZ beteuert zusätzlich, keine personenbezogenen Daten zu Werbezwecken an Dritte herauszugeben: "studiVZ hat noch nie Nutzerdaten an Dritte verkauft und wird dies auch niemals tun."

-- O. Langfeldt (ULD)


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