Schülerdatenbank in Bayern in der Kritik
Die bayerische Regierung plant eine umfassende Datenbank über die Schulleistungen von Kindern. Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung.
In der Datenbank sollen Namen, Adressen und Noten aller SchülerInnen in Bayern gespeichert werden. Die Regierung steht auf dem Standpunkt, dass die Datenbank datenschutzrechtlich unbedenklich sei: "Solche Bedenken sind aber nicht bekannt", so ein Sprecher des Kultusministeriums.
Grüne und Elterninitiativen sehen dies anders. "Das Projekt verstößt gegen elementare Prinzipien des Datenschutzes", so Simone Tolle, bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der Grünen. Insgesamt haben Elternverbände 21000 Unterschriften gegen die Datenbank gesammelt. Der Elternbeirat des Gymnasiums Grafing im Landkreis Ebersberg kündigte zudem an, gegen die Datenbank Verfassungsbeschwerde einzulegen.
-- O. Langfeldt (ULD)
- Süddeutsche Zeitung 28.03.2008: "Den gläsernen Schüler darf es nicht geben"
- Bayerischer Elternverband 28.03.2008: Gläserner Schüler: pseudonym ist nicht ...

