Datenleck bei Meldeämtern: Nachforschungen über genaues Ausmaß
Nach der jünst bekannt gewordenen Datenpanne bei zahlreichen Meldeämtern soll nun das genaue Ausmaß untersucht werden. Dies berichten mehrere Quellen.
Man befinde sich in "einer Situation, die sich keine Stadtverwaltung wünscht", so die Potsdamer Beigeordnete für Ordnung, Elona Müller. Potsdam war eine der betroffenen Städte, in denen das Standardpasswort für eine Software für Meldeämter nicht geändert worden war. Laut Müller gab es in Potsdam nur zwei Abfragen, eine davon durch das ARD-Magazin "Report München", das die Lücke aufgedeckt hatte. Es sei nur eine Suche nach 5 (von 18 gespeicherten) Kriterien im Datenbestand möglich gewesen, Angaben wie Passbilder oder die Religionszugehörigkeit seien nicht zugänglich gewesen, den "gläsernen Bürger" habe es nicht gegeben, so Müller weiter. Die Brandenburgische Datenschutzbeauftragte kündigte Nachforschungen bei den betroffenen Ämtern an.
-- O. Langfeldt (ULD)
- heise online 24.06.2008: "Gut, dass es passiert ist": Datenpanne zwingt zum ...
- ORF Futurezone 24.06.2008: Hilflosigkeit nach Melderegister-Datenleck
- Golem.de 24.06.2008: Sicherheitslücke bei Einwohnermeldedaten größer als gedacht
- VirDSB 24.06.2008: Datenpanne bei Meldeämtern: 500.000 Betroffene

