Großbritannien: Generalanwalt warnt vor Überwachungsstaat
Der scheidende britische Generalanwalt Sir Ken MacDonald hat in einer seiner letzten Reden als Leiter der Anklagebehörde den Einsatz von Überwachungstechnologien kritisiert. Dies berichtet heise online.
"Wir müssen aufpassen, nicht einen Lebensstil zu entwickeln, in dem das Rückgrat der Freiheit durch den unaufhörlichen Druck eines Sicherheitsstaates gebrochen wird", so MacDonald. Der technologische Fortschritt habe zwar viel Gutes gebracht, aber "auch dem Staat enorme Möglichkeiten gegeben, auf Informationen über jeden von uns zuzugreifen. Und die Fähigkeit, all das nach Belieben zu sammeln und zu speichern. Jede Sekunde jedes Tages, alles was wir tun".
"Wir müssen uns die Welt, die wir erschaffen, vorstellen, bevor wir sie bauen. Wir könnten mit einer Welt enden, die unerträglich ist", so MacDonald weiter. Er nannte in seiner Rede keine konkreten Überwachungsvorhaben, spielte aber wahrscheinlich auf die Pläne für eine zentrale Datenbank für die nach der Vorratsdatenspeicherung gespeicherten Daten und die Pläne für die Einführung von Personalausweisen an.
-- O. Langfeldt (ULD)
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