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23.10.2008
USA: "Secure Flight" kommt

In den USA wird im nächsten Frühjahr das Department of Homeland Security (DHS) im Rahmen des "Secure Flight"-Programms den Abgleich von Passagierlisten mit "No Fly"-Listen übernehmen. Bisher haben die Fluggesellschaft selbst diese Aufgabe übernommen. Dies berichtete Threat Level.

Die Regierung hofft, mit der zusätzlichen Abfrage von Geschlecht und Geburtsdatum die Anzahl falsch-positiver Treffer zu verringern. In der Vergangenheit gab es viele Fälle, in denen Personen ungerechtfertigterweise am Fliegen gehindert wurden - darunter auch Senatoren, Nonnen und alle Personen namens "David Nelson".

"Secure Flight ist ein wichtiges Werkzeug, das die Sicherheit im Luftverkehr weiter erhöhen wird und das wichtigste Problem der Kunden, die Falsch-Identifikation von Einträgen auf Beobachtungs-Listen, ein frustrierend häufiges Ereignis im bestehenden System, in Ordnung bringen", so DHS-Chef Michael Chertoff in einer Pressemitteilung.

Bürgerrechtsorganisationen nahmen die Ankündigung mit Zurückhaltung auf. Einerseits haben sie in dem fünf Jahre langen Streit über das Programm erreicht, dass es deutlich zurechtgestutzt wurde, andererseits befürchten sie, dass weiterhin viele Passagiere für zusätzliche Kontrollen herausgefischt werden, "deren einzigen Verbrechen es ist, einen ähnlichen Namen wie jemand, den die Regierung für verdächtig hält, zu haben", wie es Tim Sparagani von der ACLU (American Civil Liberties Union) ausdrückte. Frühere Pläne wie CAPPS II hatten vorgesehen, die Daten aller Passagiere mit Regierungsdatenbanken und Informationen privater Datenhändler abzugleichen, um ein "Terrorismus-Rating" für jeden Passier zu erstellen.

In den USA unternehmen jeden Tag 2 Millionen Personen Inlandsflüge, Auslandsflüge sollen später auch über das "Secure Flight"-System abgewickelt werden. Die Kosten werden auf 3 Milliarden US$ für die nächsten 10 Jahre geschätzt. Die Informationen sollen nach einer Woche gelöscht werden, es sei denn, es tritt ein Treffer auf der "Watch List" auf. In diesem Fall können die Daten bis zu 99 Jahren gespeichert werden.

-- O. Langfeldt (ULD)


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