Großbritannien: Polizeibericht: Überwachungskameras helfen nur sehr selten
Einem internen Bericht der Londoner Polizei zufolge helfen die dort allgegenwärtigen Überwachungskameras nur sehr selten dabei, Verbrechen aufzuklären. Dies berichten die BBC und der Telegraph.
"Für je 1000 Kameras in London wird weniger als ein Verbrechen pro Jahr aufgeklärt", heißt es in dem Report. In Großbritannien wurden von der Regierung in den letzten 10 Jahren ca. 500 Millionen Pfund in Videoüberwachung investiert, 200 Millionen davon im Großraum London.
Die Polizei vertritt die Auffassung, dass der geringe Nutzen hauptsächlich auf nicht ausreichendes Training der Polizeibeamten zurückzuführen sei. Zudem beruhe der Report nur auf einer kleinen Stichprobe und sei nicht repräsentativ. Dsa Innenministerium fügte hinzu, dass Überwachungskameras dabei helfen, dass "Gemeinschaften sich sicherer fühlen".
"Es ist nicht möglich, Kriminalität nur mit Technologie zu bekämpfen. Kameras können in einigen Situationen helfen, aber nichts schlägt es, mehr Polizisten von ihren Schreibtischen weg zurück auf die Straße zu bringen", kommentierte Chris Grayling, Innenexperte der oppositionellen Tories den Bericht. Anita Coles von der Bürgerrechtsorganisation Liberty sagte, das Geld hätte besser für erprobte Präventionsmethoden wie etwa verbesserte Straßenbeleuchtung und mehr Streifenpolizisten ausgegeben werden sollen.
-- O. Langfeldt (ULD)
- Telegraph 25.08.2009: 1,000 CCTV cameras to solve just one crime, Met Police ...
- BBC News 24.08.2009: 1,000 cameras 'solve one crime'
- VirDSB 19.05.2009: Großbritannien: Videoüberwachung hat kaum Auswirkungen auf...

