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29.07.2010
USA: NSL-Befugnisse des FBI sollen ausgeweitet werden

In den USA plant das Weiße Hause, der Bundespolizei FBI den Zugriff auf Internet-Verbindungsdaten zu erleichtern, wie die Washington Post berichtet.

Mit National Security Letters (NSL) kann das FBI ohne richterliche Anordnungen bereits jetzt eine Reihe von Informationen von Telekommunikationsunternehmen abfragen, z.B. Einzelverbindungsnachweise. Mit einer geplanten Erweiterung soll klargestellt werden, dass dies auch für Internet-Verbindungsdaten gilt. Das FBI könnte damit Informationen darüber, an wen Emails verschickt wurden, erhalten. Ob auch die Liste der aufgerufenen Internetseiten erfasst werden soll, ist noch unklar. Während das Weiße Haus die Änderung als rein technische Klarstellung verkauft, sehen Kritiker eine qualitative Änderung.

"Das stellt eine riesige Kategorie von Daten - Aufzeichnungen, die wiederspiegeln, wer mit wem kommuniziert, Browser-Verläufe und möglicherweise Aufenthaltsprofile - außerhalb richterlicher Kontrolle", so Michael Sussman, ein Anwalt für Internetfirmen. Greg Nojeim vom Center for Democracy and Technology sagte, dass diese Informationen sensibler seien als diejenigen, die bisher abgerufen werden dürfen.

-- O. Langfeldt (ULD)


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