USA: Nacktscanner können Bilder speichern und übermitteln
Die in den USA eingesetzten Nacktscanner sollen entgegen Versicherungen der Transportation Security Administration (TSA) in der Lage sein, Bilder zu speichern und zu versenden, wie Threat Level berichtet.
Die Bürgerrechtsorganisation Electronic Privacy Information Center (EPIC) hatte sich mittels einer Klage nach dem Informationsfreiheitsgesetz Zugang zu den Verträgen der TSA mit den Herstellern der Scanner und der Ausschreibung für sie erstritten. Aus den Dokumenten geht hervor, dass die Scanner sehr wohl in der Lage sind, Bilder zu speichern und zu senden.
Ein TSA-Sprecher bestätigte diese Fähigkeiten, wies aber darauf hin, dass sie nur im "Test-Modus" zugänglich seien, auf den das Flughafenpersonal nicht zugreifen kann. Darüber, wer auf diesen Modus zugreifen kann und welche Schutzvorkehrungen gegen missbräuchliche Nutzung existieren, wollte der Sprecher keine Auskunft geben. Die TSA wies weiterhin darauf hin, dass die Geräte nicht vernetzt seien, also nicht von außen gehackt werden könnten.
Kritiker der Scanner, wie der Abgeordnete Jason Chaffetz (Republikaner, Utah), wenden sich gegen die Ausweitung ihrer Nutzung: "Wir müssen uns keine nackten Achtjährigen und Großmütter anschauen, um Flugzeuge sicher zu machen". Althergebrachte Mittel wie Spürhunde seien geeigneter, um Sprengstoffe aufzuspüren, so Chaffetz gegenüber der Los Angeles Times. Ein Gesetzentwurf von Chaffetz, der den Einsatz der Scanner begrenzt hätte, wurde allerdings vom Senat abgelehnt.
-- O. Langfeldt (ULD)
- Threat Level 11.01.2010: Threat Level Privacy, Crime and Security Online Airpor
- Los Angeles Times 13.11.2010: The fight against full-body scanners at airports
- EPIC 11.01.2010: UPDATE - EPIC Posts TSA Documents on Body Scanners
- VirDSB 11.01.2010: Nacktscanner sollen im Sommer getestet werden

