2. Schweizer Digitaltag – Wirtschaft muss in datenschutzfreundliche Technologien investieren

Medienmitteilung des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten vom 23.10.2018

Unternehmen sollen in datenschutzfreundliche Technologien investieren und den Kundinnen und Kunden echte Wahlmöglichkeiten bieten. Dies wünscht sich der EDÖB zum 2. Schweizer Digitaltag. Er appelliert an die Wirtschaft, ihre Innovationskraft auch für die Selbstbestimmung ihrer Kunden einzusetzen.

Unternehmen investieren heute viel Kapital in die Digitalisierung. Der Eidg. Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte, Adrian Lobsiger, wünscht sich anlässlich des 2. Schweizer Digitaltages eine Wirtschaft, die ihre Innovationskraft auch für die Selbstbestimmung ihrer Kundinnen und Kunden nutzt. Diese sollen selber entscheiden können, wofür sie ihre Daten weitergeben wollen und wann sie diese für sich behalten möchten. Sie soll deshalb in Technologien investieren, welche den Nutzern echte Wahlmöglichkeiten erlauben.

Vom demokratischen Rechtsstaat erwartet der EDÖB, dass er trotz Beschaffung grosser Datenmengen die Privatsphäre und Anonymität seiner Bürgerinnen und Bürger garantiert und nicht nach deren Identität forscht. Die Freiheit des Einzelnen ist im Zweifelsfalle höher zu gewichten, als mehr Sicherheit für alle.

Der Eidg. Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte appelliert deshalb an Wirtschaft und Staat, diese Erwartungen nach datenschutzfreundlichen Technologien zu hören und danach zu handeln. Er fordert sie auf, das globale digitale Datenwachstum mit wirkungsvollen Investitionen in das schützende Gerüst des Datenschutzes zu verbinden.

Die offizielle Webseite des Schweizer Digitaltages kann hier abgerufen werden.

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