Beliebte Foto-App Meitu ist ziemlich datenhungrig

Mit der beliebten Foto-App Meitu aus China kann man Selfies machen und sie so nachbearbeiten lassen, dass die darauf Abgebildeten Kulleraugen bekommen – ähnlich wie in Manga-Comics. Sicherheitsexperten haben kürzlich herausgefunden, dass die App deutlich mehr Daten erhebt als nötig.

Es handle sich bei Meitu aber nicht um Spyware mit dem Ziel der Ausforschung von Nutzern. Manche betiteln die App eher sprachspielerisch als ‚Crapware‘, weil sie schlecht programmiert und aus verschiedensten Analyse- sowie Werbediensten zusammengekleistert wurde. Wie tausend andere Apps ist sie vollgestopft mit Adtracking.

Das Grundproblem bleibt: Viele Apps lassen sich mehr Rechte auf Smartphones einräumen als erforderlich und sammeln unnötig viele Daten, um den Nutzer einer kostenlosen App mit individualisierter Werbung zu bestrahlen. Umsonst sind diese Apps allerdings nicht: Wo kostenlos draufsteht, wird in der digitalen Welt meist mit Daten bezahlt.

Zeit online 20.01.2017: Meitu – Niedlichkeit hat ihren Preis