Berlin Group veröffentlicht Arbeitspapier zu Datenschutz und künstlicher Intelligenz

Pressemitteilung der Internationalen Arbeitsgruppe zum Datenschutz in der Telekommunikation (sog. Berlin Group) vom 09.05.2019

Die Internationale Arbeitsgruppe zum Datenschutz in der Telekommunikation (sog. Berlin Group), die von der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, Maja Smoltczyk, geleitet wird, hat auf ihrer 64. Sitzung am 29. und 30. November 2018 in Queenstown (Neuseeland) das Arbeitspapier „Datenschutz und künstliche Intelligenz“ verabschiedet.

Künstliche Intelligenz (KI) hat in den vergangenen Jahren enorme Entwicklungssprünge gemacht und durchdringt zunehmend unsere Alltagswelt. Das wirtschaftliche Potenzial ist groß, durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz können Produkte und Dienstleistungen verbessert, Prozesse automatisiert und optimiert werden. Doch für ihre Entwicklung benötigen KI-Systeme große Datenmengen. Dabei werden häufig auch personenbezogene Daten verarbeitet, wodurch das Recht des Einzelnen auf Datenschutz und Privatsphäre berührt ist.

Das Arbeitspapier zum Thema Datenschutz und künstliche Intelligenz zeigt die Herausforderungen auf, die mit der Entwicklung und Nutzung von KI-Systemen verbunden sind. Es gibt technische Empfehlungen, die Entwicklern von KI-Systemen, Systemanbietern und Organisationen, die KI-Systeme nutzen, helfen, die Risiken für den Datenschutz zu minimieren.

Das Arbeitspapier ist in englischer Sprache unter http://www.berlin-privacy-group.org abrufbar. Eine deutsche Übersetzung wird in Kürze auf der Webseite der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit veröffentlicht.

Über die Internationale Arbeitsgruppe zum Datenschutz in der Telekommunikation („Berlin Group“)
Die Internationale Arbeitsgruppe zum Datenschutz in der Telekommunikation (englisch: International Working Group on Data Protection in Telecommunications – IWGDPT, auch bekannt als „Berlin Group“) besteht aus Vertreterinnen und Vertretern von Datenschutzbehörden und Organisationen aus aller Welt, die sich mit dem Schutz der Privatsphäre beschäftigen. Die Arbeitsgruppe wurde 1983 auf Initiative der Berliner Datenschutzbehörde gegründet, die seither ihren Vorsitz führt. Seit ihrer Gründung hat die Arbeitsgruppe eine Vielzahl von Empfehlungen („Gemeinsame Standpunkte“ und „Arbeitspapiere“) zur Verbesserung des Schutzes der Privatsphäre in der Telekommunikation verabschiedet. Seit Anfang der neunziger Jahre beschäftigt sich die Gruppe insbesondere mit dem Schutz der Privatsphäre im Internet.

Nach der Verabschiedung von Arbeitspapieren auf den Sitzungen der Arbeitsgruppe wird ein schriftliches Verfahren zur Korrektur und Endredaktion eingeleitet. Die Veröffentlichung des endgültigen Arbeitspapiers erfolgt nach Abschluss des schriftlichen Verfahrens.

Weitere Informationen über die Arbeitsgruppe sowie die von der Gruppe verabschiedeten Dokumente sind auf der Webseite der Arbeitsgruppe abrufbar: http://www.berlin-privacy-group.org .

Die Pressemitteilungen der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit sind hier abrufbar.