Berlin Group veröffentlicht Arbeitspapier zu smarten Geräten für Kinder und die Privatspähre von Kindern bei Online-Diensten

Pressemitteilung der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit

Die Internationale Arbeitsgruppe zum Datenschutz in der Telekommunikation (sog. Berlin Group), die von der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, Maja Smoltczyk, geleitet wird, hat auf ihrer 65. Sitzung im April 2019 in Bled (Slowenien) zwei Arbeitspapiere verabschiedet, die heute veröffentlicht wurden.

Das Arbeitspapier zum Schutz der Privatsphäre von Kindern in Online-Diensten zeigt typische Datenschutzrisiken auf, die mit der Nutzung von Online-Diensten für Kinder verbunden sind. Es ruft die Anbieter auf, Transparenz herzustellen und wirksame elterliche Einwilligungen in die Verarbeitung von Kinderdaten einzuholen. Darüber hinaus gibt es Empfehlungen für politische Entscheidungsträger, Entwickler von Online-Diensten sowie Regulierungsbehörden.

Das Arbeitspapier über die Risiken für den Datenschutz durch smarte Geräte für Kinder untersucht typische Probleme im Zusammenhang mit sog. intelligenten Spielzeugen: mangelnde Transparenz, Sicherheitslücken, rechtswidrige Datenverarbeitung und möglicher Missbrauch der Spielzeuge durch Erwachsene zu Überwachungszwecken. Das Arbeitspapier gibt Empfehlungen zur Bewältigung dieser Probleme für alle Beteiligten: Hersteller, Nutzerinnen und Nutzer, Schulen und Behörden.

Die Arbeitspapiere sind unter https://www.datenschutz-berlin.de/infothek-und-service/veroeffentlichungen/working-paper/ abrufbar.

Über die Internationale Arbeitsgruppe zum Datenschutz in der Telekommunikation (Berlin Group) Die Internationale Arbeitsgruppe zum Datenschutz in der Telekommunikation (englisch: International Working Group on Data Protection in Telecommunications – IWGDPT, auch bekannt als “Berlin Group”) besteht aus Vertreterinnen und Vertretern von Datenschutzbehörden und Organisationen aus aller Welt, die sich mit dem Schutz der Privatsphäre beschäftigen. Die Arbeitsgruppe wurde 1983 im Rahmen der Internationalen Datenschutzkonferenz auf Initiative der Berliner Landesdatenschutzbehörde gegründet, die seither ihren Vorsitz führt. Seit ihrer Gründung hat die Arbeitsgruppe eine Vielzahl von Empfehlungen („Gemeinsame Standpunkte“ und „Arbeitspapiere“) zur Verbesserung des Schutzes der Privatsphäre in der Telekommunikation verabschiedet. Seit Anfang der neunziger Jahre beschäftigt sich die Gruppe insbesondere mit dem Schutz der Privatsphäre im Internet.

Weitere Informationen über die Arbeitsgruppe sowie die von der Gruppe verabschiedeten Dokumente sind auf der Webseite der Arbeitsgruppe abrufbar: https://www.datenschutz-berlin.de/datenschutz/zusammenarbeit-und-gremien/