Jetzt Videos einreichen: Schutz der Privatsphäre in der Corona-Pandemie

Medienmitteilung der Datenschutzbeauftragten des Kantons Zürich vom 11.06.2020.

Homeoffice, Home Schooling, Videokonferenzen, Telefonnummern im Restaurant und Corona-Tracing-Apps: Fragen zum Schutz der Privatsphäre und der persönlichen Daten werden gerade überall kontrovers diskutiert. Bis zum 31. August 2020 können Youtuber, Digital Storyteller, Filmemacherinnen und Filmemacher ihre Beiträge einreichen. Die Inhalte können so vielfältig sein wie die Form. Die Datenschutzbeauftragte vergibt Preise für die besten Videos, die sich in persönlicher Weise mit diesen aktuellen Themen auseinandersetzen. Der Hauptpreis ist mit 3000 Franken dotiert.

Noch nie waren Fragen rund um Grundrechte, die Privatsphäre und den Datenschutz so gegenwärtig wie in Zeiten von Corona. Ganz plötzlich mussten heikle Daten auf privaten Computern bearbeitet werden – von Sozialhilfedaten bis zu Steuerdaten. Die Lehrpersonen bekamen ungefragt Einblick in die Wohnsituationen ihrer Schülerinnen und Schüler. In der Schweiz wurde eine App zum Tracing von Kontakten mit Corona-Infizierten entwickelt, bei der der Schutz der Privatsphäre von Anfang an mitgedacht wurde. Aber kann sie datenschutzkonform eingesetzt werden und gleichzeitig wirksam sein?

Was die Menschen bewegt

Spannende Fragen, über die auf allen Kanälen, vor allem auch auf den Social-Media-Plattformen, diskutiert wurde. Die Datenschutzbeauftragte fordert deshalb Youtuber, Digital Storyteller und alle anderen, die mit Video arbeiten, heraus: Wie seht ihr den Schutz der Privatsphäre in der Corona-Pandemie? Was beschäftigt euch in diesen Krisenzeiten? Weder den Inhalten noch der Form der Videos sind Grenzen gesetzt. Die Machart kann vom Selfie-Video bis zum Animationsfilm reichen. Gefragt ist die Bearbeitung der Frage, was die Menschen bewegt in der aktuellen Situation. Die drei Einsendungen mit der höchsten Jurybewertung werden mit Preisen von 1000 bis 3000 Franken ausgezeichnet.

Fachjury mit vielseitigem Hintergrund

Nach dem Einsendeschluss am 31. August visioniert eine Jury die Beiträge. Sie besteht aus Fachpersonen mit unterschiedlichem Hintergrund, von der Datenschutzbeauftragten über eine Videomakerin der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK und einem Pädagogen der Pädagogischen Hochschule Zürich PHZH bis zur Medienschaffenden des Schweizer Fernsehens. Auch das Gewinnerduo des letztjährigen Datenschutz-Video-Wettbewerb ist dabei.

Grosse Vielfalt der Einsendungen

Der Datenschutz-Video-Wettbewerb findet zum fünften Mal statt. Die bisher ausgezeichneten Beiträge decken inhaltlich wie formal ein sehr breites Spektrum ab. Neben klassischen Youtube-Filmen finden sich auch ein Strasseninterview und ein Lernvideo, aber auch ein aufwendig produzierter Spielfilm war schon unter den Gewinnern. Die Qualität der Einsendungen ist hoch. Das zeigt sich auch daran, dass zwei Mal Gewinnerbeiträge des Wettbewerbs der Zürcher Behörde mit dem Datenschutz-Medienpreis des Bundesverbandes der Datenschutzbeauftragten Deutschlands ausgezeichnet wurden.

Teilnahme leichtgemacht

Teilnehmen können alle, ungeachtet von Wohnort oder Alter. Der Beitrag muss auf einem Social-Media-Kanal veröffentlicht und der Link bis zum 31. August 2020 an die Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich gesendet werden.

Teilnahmereglement Datenschutz-Video-Wettbewerb 2020 (PDF, 137 kB)
Medienmitteilung Lancierung Datenschutz-Video-Wettbewerb 2020 (PDF, 2 Seiten, 141 kB)

Die Medienmitteilungen der Datenschutzbeauftragten des Kantons Zürich können hier abgerufen werden.