Kritik am Datenschutz bei VVS-App – Verkehrsverbund reagiert prompt

Am Anfang dieser Woche hieß es noch in der Stuttgarter Zeitung: „Datenschützer warnt vor Ticketkauf mit Kamera“. Hintergrund für die Meldung war, dass die Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH (VVS) einen Kamerazugriff für seine App anfordert, mit der unter anderem der Kauf von Fahrkarten möglich ist. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Dr. Stefan Brink, war, als er von der neuen Berechtigung hört, wenig begeistert: „Es ist nicht einzusehen, dass der VVS die Nutzer hier in die Kamerafreigabe drängt. Schließlich ist die Kamera nicht notwendig, damit die App funktioniert.“

Der Verkehrsverbund hat prompt reagiert und dem LfDI gestern mitgeteilt, dass kurzfristig die Veröffentlichung einer neuen, optimierten Version vorgezogen werden konnte. So soll es nun in den neueren Android-Versionen der App möglich sein, Zugriffsrechte, z. B. auf die Kamera, erst in dem Moment zu gewähren, in dem man ein entsprechendes Feature benötigt. Die neue Version mit angepasster Rechteverwaltung soll bereits im PlayStore verfügbar sein.

Der LfDI begrüßt die kurzfristige Reaktion des VVS, welche sein Bemühen um datenschutzkonforme Gestaltung seiner Angebote unterstreicht.

Er ruft alle App-Entwickler auf, beim Entwickeln von Apps umsichtig und datenschutzfreundlich vorzugehen und bereits jetzt das in der neuen Datenschutz-Grundverordnung vorgesehene „Privacy by Design“ zu berücksichtigen.

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Die Pressemitteilung ist im Internet abrufbar unter http://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de.