„Recht auf Vergessen“ gelte laut Google nicht weltweit

Unter bestimmten Bedingungen können Bürger in Europa Google verpflichten Suchergebnisse, die mit ihrem Namen in Verbindung stehen zu löschen, wenn die Informationen etwa veraltet oder nicht von Bedeutung seien. Vergangenes Jahr hatte der Europäische Gerichtshof dies entschieden. Google lösche jedoch nur die Einträge aus den europäischen Versionen seiner Suche. Die Informationen blieben über die Versionen anderer Länder weiterhin verfügbar. Die französische Datenschutzbehörde hatte das Unternehmen Mitte Juni formell dazu aufgefordert, betreffende Einträge weltweit zu löschen.

Google betrachte dies als „beunruhigende Entwicklung“. Kein Land solle die Autorität haben, zu kontrollieren, auf was jemand in einem anderen Land zugreifen könne. Das Unternehmen habe deshalb die französische Datenschutzbehörde gebeten, die Aufforderung zurückzuziehen.

Heise online 31.07.2015: Google: Kein weltweites „Recht auf Vergessen“

Spiegel online 31.07.2015: Recht auf Vergessen: Google widersetzt sich Datenschützern

Zeit online 31.07.2015: Google wehrt sich gegen weltweite Löschung von Suchtreffern