Vortragsreihe „Datendienstag“ – Dataprotection by design und by default

Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht vom 18.02.2019

Das Museum für Kommunikation in Nürnberg, der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands e.V. (BvD) und Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) bieten auch dieses Jahr wieder im Museum für Kommunikation die Vortagsreihe „Datendienstag“ an. Zum Start wird am Dienstag, dem 19. Februar 2019, um 19.00 Uhr Matthias Cellarius, der Datenschutzbeauftrage der SAP SE einen Vortrag über „Dataprotection by design und by default“, also die Verpflichtung aller Unternehmen, Datenschutz von Anfang an mitzudenken, halten. Er wird auch über die von SAP selbst gesteckten ethischen Grenzen sprechen, die zur Folge haben, dass nicht alle Produkte überall zur Nutzung freigegeben werden.

Schon seit 2015 veranstalten das Museum für Kommunikation in Nürnberg, der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands e.V. (BvD) und Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) die Vortragsreihe „Datendienstag“. Einmal im Monat gibt es einen Vortrag, der sich im Kern mit Fragen des Datenschutzes und der Datensicherheit befasst, aber immer auch ein Stück darüber hinaus die gesellschaftliche Relevanz der Themen im Auge hat. Diese Vorträge sind für die Allgemeinheit konzipiert und nicht (nur) für ein Fachpublikum. In der anschließenden Diskussion stehen die Referentinnen und Referenten immer noch zu einer Diskussion zur Verfügung.

Die Reihe Datendienstag im Jahr 2019 startet nun mit einem Vortrag zu dem auf Anhieb nicht ganz so leicht verständlichen Titel: „Dataprotection by design und by default“. Dieses in der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) verankerte Prinzip bedeutet, dass alle, die Produkte, Projekte, Software o. ä. entwickeln, von Anfang an, d.h. in der Designphase, den Datenschutz mitdenken und sich immer die Frage stellen müssen, brauche ich personenbezogene Daten in dem geplanten Umfang, damit mein Produkt, mein Projekt oder meine Software funktionieren. Der zweite Teil dieses Prinzips betrifft die Voreinstellungen (default). Hier verpflichtet die DS-GVO alle Produkthersteller, dass die Grundeinstellung der Produkte oder Software, die in den Verkauf gehen, immer die datenschutzfreundlichste Voreinstellung beinhalten. Was das konkret bedeutet, wird Matthias Cellarius, der Datenschutzbeauftragte der SAP SE, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in einer leicht verständlichen Sprache erläutern.

Ferner wird Matthias Cellarius auch auf ein sehr spannendes Thema eingehen, nämlich die ethischen Grenzen, die SAP sich selbst gesteckt hat, um zu erreichen, dass ihre Produkte möglichst nicht missbraucht und damit insbesondere die Menschenwürde nicht verletzt werden kann.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet statt am

Dienstag, 19. Februar 2019 um 19 Uhr,
im Museum für Kommunikation,
Lessingstraße 6
90443 Nürnberg


Der Eintritt ist frei.

Informationen über diese und die Folgeveranstaltungen des Datendienstags finden Sie auf der Seite des Museums für Kommunikation (https://www.mfk-nuernberg.de/datendienstag/) und in Kürze auch auf der Seite des BayLDA (www.lda.bayern.de).

Die Pressemitteilungen des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht können hier abgerufen werden.