Wieder eine mehr … WhatsApp-Sicherheitslücke in Gruppenchats

Pressemitteilung des Thüringer Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit vom 12.01.2018

Nachdem zuletzt Ende Dezember in den Medien bekannt wurde, dass ein Zugriff auf personenbezogene Daten von WhatsApp-Nutzern möglich ist, berichtet chip.de nun erneut von einer Sicherheitslücke. Sie betrifft die beliebten Gruppenchats. Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben entdeckt, dass Angreifer unter bestimmten Voraussetzungen einer WhatsApp-Gruppe einen neuen Teilnehmer auch ohne die eigentlich erforderliche Einladung hinzufügen können. Auf diese Weise lassen sich Chatinhalte verfolgen und sogar manipulieren. Das Problem besteht wohl bei einem Angriff auf den WhatsApp-Server. Vor allem in großen Gruppen kann so trotz des Hinweises auf neue Mitglieder der „Maulwurf“ leicht übersehen werden. WhatsApp bestätigte die Sicherheitslücke.

Dr. Lutz Hasse: „Wieder ein Grund mehr, bei der Auswahl eines Messengers dem Datenschutz größere Beachtung zu schenken. Alternativen, die nicht an einen bestimmten Server gebunden sind, gibt es. Klar ist es schwer, Freunde und Bekannte zum ‘Umzug’ zu bewegen. Unsere Privatsphäre sollte es uns wert sein.“

Die Pressemitteilungen des Thüringer Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit können hier abgerufen werden.