Ausschreibung für innovative Digitalprojekte veröffentlicht: Universität Bayreuth und LfDI Rheinland-Pfalz gehen mit der Datenschutz-Sandbox den nächsten Schritt
Veröffentlicht am:Pressemitteilung des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz vom 04.02.2026
Die Universität Bayreuth und der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) Rheinland-Pfalz haben gemeinsam die Ausschreibung für die Teilnahme an der „Datenschutz-Sandbox“ veröffentlicht. Mit dem bundesweit innovativen Projekt wird Unternehmen, Behörden und Institutionen die Möglichkeit eröffnet, datenschutzrechtliche Fragestellungen zu neuen digitalen Anwendungen in einem geschützten, kooperativen Rahmen zu erproben und zu klären. Bewerbungen für eine Teilnahme sind bis zum 06.03.2026 möglich.
Die Datenschutz-Sandbox ist ein vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördertes Forschungsprojekt. Projektpartner sind Prof. Dr. Christoph Krönke Lieb (Öffentliches Recht) und Prof. Dr. Agnes Koschmider (Wirtschaftsinformatik und Process Analytics) von der Universität Bayreuth sowie der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Dieter Kugelmann. Ziel des Projekts ist es, innovative digitale Anwendungen frühzeitig bei ihrer datenschutzkonformen Ausgestaltung zu unterstützen und bestehende Unsicherheiten in rechtlicher und technischer Hinsicht abzubauen.
Im Rahmen der Datenschutz-Sandbox können ausgewählte Teilnehmende ihre Produkte, Dienstleistungen oder Anwendungen – unabhängig davon, ob es sich um Eigenentwicklungen in der Entwicklungsphase oder um bereits existierende Lösungen handelt – gemeinsam mit dem LfDI Rheinland-Pfalz analysieren und weiterentwickeln. In einem festgelegten Zeitraum werden die zuvor definierten datenschutzrechtlichen und technischen Fragestellungen intensiv behandelt. Das Verfahren schließt mit einem Abschlussbericht, der die gewonnenen Erkenntnisse in abstrahierter Form für die Öffentlichkeit nutzbar macht.
Besonders angesprochen sind Projekte mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz oder anderen datenintensiven Technologien. Voraussetzung für eine Bewerbung ist, dass das Vorhaben das Ende der Konzeptionsphase erreicht hat, aber noch Spielraum für technisch-organisatorische Anpassungen im Sinne des Datenschutzes bietet. Die Teilnahme an der Sandbox soll dabei nicht nur den beteiligten Organisationen selbst zugutekommen, sondern auch einen Mehrwert für die Allgemeinheit schaffen.
Die Ausschreibung richtet sich an Unternehmen, Behörden und Institutionen mit Sitz in Rheinland-Pfalz. Die Bewerbung erfolgt über einen strukturierten Fragebogen zur Interessenbekundung, in dem unter anderem das Projekt, die geplante Datenverarbeitung sowie die Erwartungen an die Teilnahme beschrieben werden. Die ausgefüllten Unterlagen können bis zum 06.03.2026 an den LfDI Rheinland-Pfalz übermittelt werden.
Mit der Datenschutz-Sandbox setzen die Universität Bayreuth und der LfDI Rheinland-Pfalz ein starkes Signal für eine innovationsfreundliche und zugleich verantwortungsbewusste Digitalisierung. „Wir wollen zeigen, dass Datenschutz und technologische Innovation keine Gegensätze sind, sondern sich im Dialog gemeinsam weiterentwickeln lassen“, betonen die Projektpartner.
Weitere Informationen
- Ausschreibung und Bewerbungsverfahren:http://www.datenschutz.rlp.de/sandbox/ausschreibung
- Projektwebseite:https://www.datenschutz.rlp.de/sandbox
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