BayLfD/BayLDA: Krankenhäuser: Praxishilfe zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung

Ab dem 25. Mai 2018 führt die europäische Datenschutz-Grundverordnung auch im Krankenhausbereich zu zahlreichen Neuerungen. Um hier die Umstellung zu erleichtern, haben die beiden bayerischen Datenschutzaufsichtsbehörden gemeinsam einen Leitfaden zu den „Anforderungen an das Datenschutzmanagement in bayerischen öffentlichen und privaten Krankenhäusern“ erstellt.

Die Datenschutz-Grundverordnung bringt ab Mai 2018 zahlreiche Änderungen mit sich, die in der Praxis schon heute oftmals für Verunsicherung sorgen. Branchenspezifische Hilfestellungen – gerade im Krankenhausbereich – sind derzeit allerdings noch rar.

Hier wollen die beiden bayerischen Datenschutzaufsichtsbehörden anknüpfen. Um bestehende Unsicherheiten abzubauen und erste Hinweise zur Auslegung der neuen Regelungen zu geben, haben der Bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz und das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht einen gemeinsamen Leitfaden zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung für alle bayerischen öffentlichen und privaten Krankenhäuser erarbeitet. Sie folgen hiermit der bewährten Zusammenarbeit im Krankenhausbereich. Schon im Sommer 2016 wurde gemeinsam ein Leitfaden zum Einsatz externer Dienstleister durch bayerische Krankenhäuser veröffentlicht.

Die für Krankenhäuser bedeutsamsten Neuerungen der Datenschutz-Grundverordnung sind die erhöhten Anforderungen an die Nachweisbarkeit der datenschutzkonformen Verarbeitung, die Datenschutz-Folgenabschätzung, die Umsetzung der Betroffenenrechte und der Umgang mit Datenpannen. Diese Anforderungen können letztlich nur mit einem ganzheitlichen Datenschutzmanagement umgesetzt werden. Dies ist umso dringender, weil nach der Datenschutz-Grundverordnung künftig sowohl im öffentlichen wie im privaten Krankenhausbereich die Verhängung von empfindlichen Geldbußen möglich ist.

Prof. Dr. Thomas Petri und Thomas Kranig: „Wir freuen uns, erneut einen gemeinsamen Leitfaden für bayerische Krankenhäuser herauszugeben. Wir hoffen, dass dieser Leitfaden den öffentlichen und privaten Krankenhäusern im Freistaat bei der Umstellung auf die Datenschutz-Grundverordnung eine Hilfestellung ist.“

Der Leitfaden steht seit heute auf

zum Abruf bereit.

München, den 08.03.2018, Prof. Dr. Thomas Petri
Ansbach, den 08.03.2018, Thomas Kranig



Was Sie gegen unerwünschte Werbung tun können

Was Sie gegen unverlangte Werbung per Briefpost, E-Mail, Telefax, SMS sowie Telefonwerbung tun können, erklärt Ihnen – in kompakter Form – ein neues Merkblatt des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg.



Neuer Ratgeber: Spannende Fälle zum Beschäftigtendatenschutz

Ein Auszubildender wurde von seinem Arbeitgeber verdächtigt, Cannabis zu konsumieren. Auf Drängen des Chefs erklärte der Jugendliche sein Einverständnis mit einem Drogentest. Der Arbeitgeber sah diese Einwilligung als wirksame Rechtsgrundlage zur Erhebung der Gesundheitsdaten des Beschäftigten an – und damit irrte er sich. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg (LfDI), Dr. Stefan Brink, musste ihn vom Gegenteil überzeugen. Der Test war unzulässig – und kann sogar mit einem Bußgeld bestraft werden.

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Ihre Daten gehören Ihnen – Datensparsamkeit lohnt sich: Verbraucherzentrale und Landesdatenschutzbeauftragte geben Tipps zum Datenschutz

Presseerklärung der Verbraucherzentrale NRW und der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW vom 20.06.2016

Warum lohnt sich ein bewusster und sparsamer Umgang mit eigenen Daten? Was ist Scoring? Mit welchen einfachen Maßnahmen kann ich meine Daten schützen? Antworten zu diesen und weiteren Fragen enthält die Broschüre „Ihre Daten gehören Ihnen – Datensparsamkeit lohnt sich“. Die Broschüre wurde gemeinsam von der Verbraucherzentrale NRW und der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen (LDI NRW) erstellt.

Helga Block: „Wenn sich Bürgerinnen und Bürger an mich wenden, ist das Kind meistens schon in den Brunnen gefallen und eine Datenschutzverletzung eingetreten. Selbstdatenschutz ist der beste Schutz. Die Daten der Bürgerinnen und Bürger haben einen echten Wert und sind eine begehrte Ware. Um nicht zum „gläsernen Kunden“ zu werden, müssen die Menschen ihre Datenschutzrechte kennen und aktiv in Anspruch nehmen. Die Broschüre soll dabei helfen.“

Die Broschüre ist hier abrufbar.

Presseerklärung bei der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW



Erläuterungen zur Verschlüsselung von E-Mails im privaten Bereich

Beim traditionellen Postverkehr wird vom Versender selbstverständlich geprüft, in welcher Form eine Information transportiert werden soll. In Abhängigkeit vom Inhalt werden Postkarte, Brief, Einschreiben usw. ausgewählt. Mit der gleichen Selbstverständlichkeit werden im E-Mailverkehr aber alle Daten meistens mit dem selben Verfahren transportiert: dem ungeschützten E-Mail. Dadurch wird die Freude über den Fortschritt in der elektronischen Kommunikation mit der ganzen Welt durch den Rückschritt in eine Zeit der für alle sichtbaren Rauchzeichen getrübt. Dabei braucht es nicht viel, um E-Mails analog dem Postverkehr, d.h. entsprechend dem Inhalt zu schützen.

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte

Erläuterungen zur Verschlüsselung von E-Mails im privaten Bereich