BfDI startet Sandbox „ReguLab“: Mehr Klarheit beim Datenschutz

Pressemitteilung der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit vom 26.01.2026

Zum Jahresbeginn 2026 tritt das neue „ReguLab“ der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) in den Austausch mit potenziellen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Noch in diesem Quartal startet die erste kompetitive Ausschreibung zu einem zentralen Thema der Gesundheitsdigitalisierung. Es folgen mehrere Auftritte auf Fachmessen sowie die Arbeit an den ausgewählten Anwendungsfällen des ReguLabs.

Das ReguLab ist das Programm der BfDI für Innovatorinnen und Innovatoren, in dem datenschutzrechtliche Herausforderungen für datenbasierte Innovationen gemeinsam gelöst werden. Bei der Zusammenarbeit wird der konkrete Anwendungsfall des Innovators analysiert. Offene datenschutzrechtliche Fragen werden frühzeitig und abschließend geklärt. Die Teilnahme am ReguLab schafft Orientierung und Rechtsklarheit für neue Technologien – noch vor dem Markteintritt.

„Unklarheit bei der Umsetzung des Datenschutzes ist Gift für Innovationsprozesse – doch es geht auch anders“, sagt die Bundesbeauftragte, Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider.

 
Die technischen und rechtlichen Herausforderungen anhand von realen Fällen zu klären, führt zu mehr datenschutzkonformen Lösungen.

 
Das „ReguLab“ ist ein neues Beratungsangebot der Datenschutzbeauftragten des Bundes, in dem der „Sandbox“-Ansatz umgesetzt wird. In Großbritannien blickt die dortige Datenschutzaufsicht ICO auf fünf Jahre erfolgreiche Arbeit in der „Regulatory Sandbox“ zurück – das internationale Vorbild der BfDI.

Der Aufruf, am ReguLab teilzunehmen, richtet sich an alle, die aktuell datenbasierte Anwendungen entwickeln und rechtzeitig Klarheit zu zentralen Datenschutzfragen benötigen. Entscheidende Handlungsempfehlungen und datenschutzkonforme Lösungswege stellt die BfDI im Projektverlauf der Allgemeinheit zur Verfügung.

„Der Austausch mit Praktikerinnen und Praktikern dazu, wie sie den Datenschutz umsetzen, stärkt uns auch in unserer Aufsichtstätigkeit“, ist Specht-Riemenschneider überzeugt. „Je besser wir datenbasierte Technologien verstehen, desto besser können wir den Gesetzgeber zu innovationsfreundlicher Regulierung beraten, die die Grundrechte schützt.“

Nicht zu verwechseln ist das „ReguLab“ der BfDI mit dem Pilotprojekt zur Simulation eines KI-Reallabors nach der europäischen KI-Verordnung. Dort arbeiten die BfDI, die Bundesnetzagentur (BNetzA) und das hessische Digitalministerium gemeinsam an Grundlagen für ein nationales KI-Reallabor.

Mehr Informationen zum „ReguLab“ der BfDI sind nun unter regulab.de abrufbar. Hinweise zu aktuellen Ausschreibungen, Teilnahme- und Netzwerkmöglichkeiten werden fortlaufend ergänzt. Das Team des „ReguLab“ ist unter regulab@bfdi.bund.de erreichbar und freut sich über Feedback, Fragen und Anregungen.