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Die Videotechnik erfährt derzeit im Zusammenspiel mit Computern und Rechnernetzen eine rasante Fortentwicklung. Es besteht die Gefahr des Entstehens einer immer stärker zusammenwachsenden Überwachungsinfrastruktur in öffentlicher und/oder privater Hand. Soll unsere freiheitliche Demokratie weiter bestehen, dann müssen wir einen Zustand verhindern, bei dem sich jeder ständig fragt, ob er gerade unter Beobachtung steht. Allerdings ist die Videotechnik ambivalent, denn ebenso kann sie zur Bildberichterstattung dienen und so einen wertvollen Beitrag zum gesellschaftlichen Interessenausgleich leisten. Aufgabe dieser Themenrubrik ist die Förderung der allseitigen Auseinandersetzung über dieses hochbrisante Spannungsfeld. Dringend anzuschieben wäre auch die Entwicklung von technischen Videosystemen, die die Datensparsamkeit und die Zweckbindung von Bildaufzeichnungen bereits in sich einschließen, statt eine unkontrollierbare Verbreitung von Bildaufzeichnungen über Menschen zu begünstigen.
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